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Konzept, Gestaltung, Umsetzung
© 2002 hleistner@t-online.de
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Die Veranstaltung begann in jeder der drei Wochen mit neuen
Schwerpunkten, die zu Beginn jeder Woche von den Kindern neu gewählt
wurden. Die sich anfangs der Woche gebildeten Gruppen blieben die gesamte
Woche zusammen. Dies hatte die erfreuliche Folge, dass die Kinder sich
intensiv mit einem Teilaspekt des Geschichtsprojektes auseinandersetzen
konnten. Durch tägliche gemeinsame Auftakt und Abschiedsveranstaltungen
informierten sich die Kinder gegenseitig über ihre Aktivitäten.
Dabei spielte die wöchentliche Abschlussveranstaltungen eine besondere
Rolle. Dort wurden Freunden und Verwandten vorgestellt, was in der Woche
ausprobiert, und erlebt wurde. Obwohl in jeder Woche drei Gruppen parallel
am Programm arbeiteten, wurde die Veranstaltung als Einheit empfunden.
Es folgen die einzelnen Arbeitsgruppen:
Erste Woche: Burgspektakel. In dieser Gruppe
wurde ein mittelalterlicher Umzug mit Tanz, Gesang und Spielen erfunden,
erprobt und am Ende der Woche in der Fußgängerzone aufgeführt.
Alle anderen Kinder wurden beim abschließenden Umzug mit einbezogen.
Dazu wurden von den Kindern Kostüme und Instrumente erstellt. Wir
gestalten unsere Burg – Das Kulturzentrum wurde von den Kindern
in der ersten Woche zu einer mittelalterlichen Burg umgebaut. Schwerpunkt:
Schilder und Fahnen, die die entsprechende Kulisse bildeten. Es gelang
aber auch einzelne Teile einer Burg, wie Schlafgemach, Speisetische, Helme,
Ahnenbilder, Wappen zu erstellen und am Ende in einer Ausstellung vorzustellen.
Videogruppe – In jeder Woche dokumentierte eine Kindergruppe das
Geschehene auf Video. Dazu kam anfangs auch eine Einführung in Kameratechnik.
In der ersten Woche wurden auch die Bürger auf der Straße befragt.
Zweite Woche – Geschichte und Geschichten.
Diese Gruppe beschäftigte sich besonders mit dem Alltag im Mittelalter.
Die Kinder gaben sich mittelalterliche Namen, bauten ein Modell eines
Dorfes um die Jahrtausendwende, erstellten Siegel, beschäftigten
sich mit der Sprache, kochten usw.. Dazu kamen Ausflüge zur Isenburg
und zum Münsterschatz. Es wurden Spiele aus dem Mittelalter gespielt
und Kleidung erstellt.
Theatergruppe Don Quichotte: Die kindgemäße Überarbeitung
von Erich Kästner diente als Vorlage. Die Kinder bearbeiteten ausgewählte
Szenen probten sie und führten sie dann am Ende der Woche das Theaterstück
auf.
Videogruppe – In dieser Woche interviewte die Videogruppe auch Kaufleute,
Brillenmacher und Marktverkäufer zum Mittelalter. Auf der Isenburg
und im Münsterschatz wurde kräftig gefilmt.
Dritte Woche: Mittelalterliche Gaukler –
Die Gauklergruppe erlernte eine Reihe von Kunststücken (s. B. Jonglieren,
Zaubern usw.). Nach intensiver Probenarbeit wurde das Ergebnis während
eines Festes am Ende der Woche aufgeführt. Gespenstertheater –
Das Volkslied vom garstigen Ritter Hadubrand diente als Grundlage zu einem
schaurigen Gespenstertheaterstück. Die Kinder entwickelten aus jeder
Strophe eine Szene. Diese wurden geprobt, es wurde Kostüme und Requisiten
erstellt und am Ende des Projektes vor großem Publikum aufgeführt.
Videogruppe – Neben der Dokumentation für Gaukler und Theaterarbeit,
interviewten die Kinder Mitarbeiter der Sparkasse und Bürger über
Geld im Mittelalter zu dem Thema. Zum Ende wurde eine Videodokumentation
erstellt.