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Spiel ist ein Kulturereignis, ähnlich wie Musik, Tanz, Spei-sen oder Bildende Kunst. Wir verstehen Spiel hier als All-tagskultur. Etwas Kunstvolles,  das uns den Tag verschönt.

Menschen, besonders Kinder neigen zur spielerischen Aktivität. In allen ihren Erlebnisfeldern spielen Menschen. Besonders die Erwachsenen halten diese Handlungsweise bei den jüngeren Menschen für angemessen und wichtig. Kaum jemand würde Kindern das Spielen grundsätzlich verbieten wollen. Jeder ist von der, zumindest teilweisen Nützlichkeit des Spiels für die Kinder überzeugt.

Es werden Schonräume (Spielwiesen) für das Spiel geschaffen: Kindergärten Spielplätze, Pausenhöfe Spielekken  Kinderhorte, Spielstunden in der Schule, Spielliotheken, Freizeitparks, Fußball-Stadien, Internet, usw.

Doch damit beginnen auch schon die Schwierigkeiten. Die Grenzen der Erwachsenen engen ein. Die gefährliche Umwelt wird so abgesichert, dass sie für die Kinder wieder künstlich angeregt werden muss. Wo es nichts mehr zu entdecken gibt, wo alles vorgedacht und vorgefertigt ist, wird Spielen nur sehr begrenzt möglich sein.

Erwachsene haben vielerlei Interessen am Kinderspiel, z.b.: Spielende Kinder stören   seltener die eigenen Aktivitäten, die angeregte Auseinander-
setzung.lenkt das Interesse an viele Erfahrungen, welche die Unabhängigkeit der Kinder erhöhen damit verbunden erweitern sich Fähigkeiten Kenntnisse der Kinder. Kinder regulieren ihre Spannungs- und Entspannungs-zustände, selbst. Meistens haben Kinder beim und nach dem Spiel positive Gefühls-stimmungen. Zufriedenheit bringt keine zusätzlichen Konflikte. Viele Spiele regulieren die körperliche Aktivität der TeilmehmerInnen. Grenzen und Strukturen der Schonräume werden nicht andauernd zerstört. Kinder können kompliziertere Bewegungsabläufe üben. Trainiert und müde fallen die, lieben Kleinen abends ins Bett, die Wohnung ist heilgeblieben.

Bei besonders geschickter Gestaltung von Spielregeln, Spielmitteln und Schonräumen, gelingt es manchmal, dass Kinder die Verhaltensweisen häufiger zeigen, die Erwachsene für sinnvoll und notwendig erachten. Die Kinder haben etwas gelernt

Doch auch für Kinder, ist das Spiel wohl etwas sehr Bedeut-sames sonst wären spielerische Aktivitäten wohl nicht so häufig. Es liegt die Vermutung nahe, dass diese enorme Beliebtheit und damit Häufigkeit des Spielens daran liegt; dass Kinder sich nach selbstgesetzten und selbstveränderbaren Regeln verhalten können: Kinder erleben sich als mächtig. Damit verbunden ist das Erlebnis der
freien Wahl der Spielzeit, der Spielgegenstände, der Spielpartner, dass Kinder selbständig, Gefühle anregen und beruhigen können, dass Kinder selbstgesetzte oder akzeptierte Handlungsentwürfe, wie geplant beherrschen können. Kinder aber auch die Erwachsenen erleben mit Vergnügen ihre Vollkommenheit. Wir genießen durch die „Als ob“, Situation des Spiels, innere Grenzenlosigkeit. So wird der Schonraum oft zur Welt wo vieles möglich ist.

Was haben Sie für eine Meinung über Spiel: wolfgang.bort@web.de



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Wolfgang Bort-Gsella
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